Das Projektionsgelände liegt im Zentrum des historischen Handelszentrums der Altstadt von Porto. Das Areal am Nordufer des Rio Douro, der Tradition und Wesen der Stadt tief prägte, besticht durch seinen topografischen Charakter, seine Orientierung nach Süden und die freie Sicht auf den Fluss. Als Reaktion auf die vorgefundenen Gegebenheiten wurde ein strukturelles Prinzip entwickelt, das eine räumliche, dreidimensionale Symbiose aus Topografie und Architektur erzeugt. Die gewählte Methodik, die definierte Erschließung und die Möglichkeiten an Modulkombinationen lassen ein räumliches Gefüge entstehen, das sich an historischen Vorbildern orientiert und zugleich eine Neuinterprätation dieser darstellt. Die horizontale und vertikale Vernetzung der Module erlaubt ein Knüpfen komplexer Formationen auf der Basis simpler geometrischer Grundlagen. Durch die Positionierung der Struktur am Hang wird eine Terrassierung geschaffen, die den topografischen Charakter des Geländes in der Architektur widerspiegeln lässt. Die entstandenen Sichtbezüge innerhalb des Systems wie auch die sozialen Beziehungen der Bewohner untereinander fassen nicht nur strukturell sondern auch inhaltlich den Gesamtkomplex als Einheit zusammen. Das Projekt ist in Zusammenarbeit mit Martin Schell entstanden.