Im Mannheimer Stadtteil Jungbusch sind Verkehrs- und Infrastrukturbauten sehr dominant. Zwischen Verbindungskanal und Hafenstraße am Kopf zur Kurt-Schumacher-Brücke prägen Hochstraßen das Ortsbild und werden als Störfaktor wahrgenommen.
Am Brückenkopf mit seiner Trichteraufgabe für den Ein- und Auslass des Pendlerverkehrs ist eine sinnvolle Nutzungserweiterung angestrebt. Funktionale Umgebungsbedürfnisse wie studentisches Arbeiten in Campusnähe, Freizeit und Kunst etc. werden einbezogen. An der konzipierten Überbauung stauen sich nun vielfältige Einrichtungen: das Motel, der überdachte Spielplatz, die Skaterlandschaft, die Bar mit Seeblick. Sie zieht nicht mehr nur Autofahrer an, sondern bietet auch den angrenzenden Wohngebieten zusätzlichen Raum für neue Aktivitäten. Die Überbrückung führt nach wie vor und noch viel umfassender Menschen zusammen. Nur dass Lärm und Hektik des Autoverkehrs nicht mehr stören, sondern mit den neuen Nutzungen harmonieren und durch sie baulich abgeschirmt werden. Neben der Modelldarstellung des Entwurfs zielt das Experiment “Film statt Pläne” auf die animierte Vermittlung konzeptioneller Gedanken.